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Ungewohnter Blitzstart und Spannung bis zum Schluss
Foto: HSG HANAU
Bericht Männer 3
Mittwoch, 11.02.2026 - 49 Klicks
Ungewohnter Blitzstart und Spannung bis zum Schluss
Die Dritte der HSG sichert sich gegen Gelnhausen II den ersten Heimsieg seit November

Die Otto Hahn Halle in Kesselstadt wurde am vergangenen Samstag zum Schauplatz eines echten Krimis. Coach Zwibbel und sein Fussballtrupp waren zu Hause gegen die Zweitvertretung aus Gelnhausen gefragt. Das Duo Petri und Jilg fand im Vorfeld der Partie anscheinend die richtigen Worte. Vor allem Virtuose DJ Jilg heizte seine Schützlinge vor Anpfiff so richtig an. Man wollte das Spiel unbedingt positiv gestalten und den ersten Sieg auf heimischen Boden seit dem 1. November 2025 holen.


Untypisch für die dritte Mannschaft der HSG war man von Beginn an hellwach. Man konnte sich blitzschnell auf einige Tore absetzen und den Vorsprung bis zur Halbzeit sogar auf sieben Tore ausbauen. Man machte also in der ersten Hälfte der Partie vieles richtig. Im Tor stand wie ein Baum der wichtige Rückhalt Howie Thiel. Mit seinen unorthodoxen Bewegungsmustern entschärfte er einige Raketen der Gäste. Nachdem er die Pupillen kalibriert hatte, gelang ihm so einiges. Auf Linksaußen mit an Bord der Capitano Mr. Zuverlässig Brügge, spulte wieder ein hohes Pensum ab und ließ sich dabei nicht aus der Ruhe bringen. Auf der Königsposition dieses Mal ohne Leuchtturm aber dafür mit viel Eleganz. Traumtänzer Jolle Niederhüfner sorgte im Angriff für mords Betrieb und war der Dieselmotor, der so richtig auf Touren kam. Auf der Mitte an diesem Abend internationale Klasse. Captain Puerto Rico Vazquez verstand wie kein zweiter das Wechselspiel zwischen Rückraum und Kreis. Er zog seine Fäden wie taktische Nadelstiche und brachte die gewünschte Unruhe in die gegnerische Abwehr. Auf der rechten Seite konnte diese Lücken die hungrige Faust nutzen und stopfte das Spielgerät zuverlässig in die Maschen. Auf Rechtsaußen war zunächst Wirbelwind Nils Meyer am Start. Der ehrliche Arbeiter verdiente sich durch viel Schweiß und Fleiß ein extra Lob des Trainers. Mit einem komfortablen 20:13 konnte man die Halbzeitpause genießen und in Ruhe durchschnaufen.

In der zweiten Hälfte plätscherte das Spiel so vor sich hin, ehe sich die Gäste aus Gelnhausen aufbäumten und sogar auf Unentschieden herankamen. Den Schlussakkord setzten aber die Hanauer Stadtmusikanten. Vom Strich blieb Janik Kegelmann in der entscheidenden Phase eiskalt. Der 7-Meter König aus der Vorwoche hatte einen entscheidenden Beitrag. Auch Freddy Stengel war die wie gewohnt sichere Bank. Der Urlaubsguru bewies in der Abwehr Eiseskälte und im Angriff eine kalte Schnauze. Er suchte an diesem Abend besondere Körpernähe und gönnte sich so immer mal wieder verdiente Pausen. Mindestens genauso körperlich agierte Politikass Sören Winter. Wie damals im Metallbau ließ er nichts anbrennen und vernagelte hinten die rechte Abwehrseite. Der Kerl kann nicht nur Wahlkampf. Die zwei Asse waren an diesem Abend ebenfalls auf Hanauer Seite. Der Justschen Doppelpower kann man kaum standhalten. Lars mit Raketenschwung aus dem Rückraum und AJ mit viel Durchsetzungsvermögen in der Nahkampfzone. Beide zusammen ein unschlagbares Gespann. Ein unglaubliches Comeback lieferte Michi Schäfer. Der erfahrene Torhüter avancierte zum Matchwinner und griff den Gästen in der Schlussphase mit vielen Doppelparaden einiges ab. Reihenweise lenkte der die Murmel unters Hallendach. Ein kostbarer Höhenflug. Nebenbei gelang dem Teufelskerl auch das Schlitzohr Tor des Tages. Mit messerscharfer Präzision warf er das Geschoss über das gesamte Spielfeld in das leere Gehäuse des Gegners.

Am Ende ging ein spannender Handballabend auf das Konto der geliebten Dritten. Genauso geliebt werden von den Jungs auch die treuen Anhänger, Fans und Freunde. Vielen Dank ihr Lieben, ihr habt den Abend zu einem wahren Fest gemacht. Am kommenden Sonntag heißt es Helau anstatt „Lass den Außen werfen“. Wir erwarten alle, egal ob Häuptling, Krankenschwester, Prinzessin oder Ritter am feucht fröhlichen Stand der Doorner Halle in Steinheim. Kommt so früh es geht und bleibt so lange wie möglich. Eins ist klar, es wird wunderbar. In diesem Sinne ein dreifach donnerndes Staaaanem Helau, Staaanem Helau, Staaanem Helau!!

Quelle: Jonas Faust vom 11.02.2026
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