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Mit ihrer Sechs-Tore-Führung (27:21) steuerte die Hanauer Drittliga-Reserve geradewegs auf einen Derby-Sieg hin. Doch während sie in der Crunchtime das Handballspielen einmal mehr einzustellen schienen, wuchsen die Rodenbacher regelrecht über sich hinaus, holten Tor um Tor auf und machten in der die Sensation perfekt: Punktgewinn gegen den Tabellenvierten.
Dabei hatte die TGS das Spiel eigentlich verlegen wollen, weil das Grippevirus in der Mannschaft grassierte und gleich mehrere Leistungsträger ausfielen. Da aber kein Alternativtermin für das Duell zu finden war, wurde der Kader mit drei A-Jugendlichen und zwei Spielern aus der zweiten Mannschaft gefüllt. „Mit Leidenschaft hat meine Mannschaft die richtige Reaktion gezeigt und sich mit einer Energieleistung den Punkt am Ende redlich verdient“, sagte TSG-Trainer Pedro Valina begeistert.
„Schade, dass es nicht zum Sieg gelangt hat – wir hatten das Spiel größtenteils im Griff“, war HSG-Coach Ibo Ücel enttäuscht. Seine Mannschaft sei auf einen hochmotivierten, aufopferungsvoll kämpfenden Gegner getroffen und habe gegen die „wuseligen TGS-Spieler“ zu wenig Grip in der Abwehr gehabt. Nach vorne lief es erst rund, doch den erspielten Vorsprung schenkten die Hanauer durch ausgelassene Großchancen in den letzten vier, fünf Minuten her. „Nachdem wir in den vergangenen zwei Spielen zu wenige Torerfolge hatten, spielte der Kopf eine große Rolle und wir schlossen unkonzentriert ab“, fand Ibo Ücel, der dieser Partie aber auch noch etwas Positives abgewann: „Yannik Kraft hat mit unglaublich guten Aktionen und neun Toren sein bestes Spiel für uns gemacht.“
Nach ausgeglichenem Beginn (5:5) hatten sich die Grimmstädter auf 6:9, 10:14 und 16:20 zur Halbzeit abgesetzt und in der zweiten Halbzeit nachgelegt (21:27, 23:29). Auch beim 26:31 acht Minuten vor Schluss schien alles auf einen Sieg des Favoriten hinauszulaufen. Als dann Til Bachmann mit Roter Karte rausmusste, schienen auch seine Teamkollegen nicht mehr auf dem Parkett präsent zu sein. Anders die Hausherren, die noch daran glaubten, dass hier etwas gehen könnte. Tatsächlich holte die TGS im Kollektiv Tor um Tor auf und schaffte nach 31:33 per Doppelschlag vom zwölffachen Torschützen Aydin Günes eine halbe Minute vor dem Abpfiff den vielumjubelten Ausgleich.
„Meine Jungs haben sich voll reingehauen“, lobte Pedro Valina und stellte fest: „Hanau hat die Partie vermutlich nach 50 Minuten abgehakt – davon haben wir profitiert.“














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