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HSG Hanau triumphiert erneut im Derby – 38:31 in Nieder-Roden
Foto: Xaver Spenkoch
Bericht Männer 1
Samstag, 31.01.2026 - 250 Klicks
HSG Hanau triumphiert erneut im Derby – 38:31 in Nieder-Roden
Rivic und Winkler überragen mit je neun Treffern – Grimmstädter halten Anschluss an oberes Tabellenviertel

Mit einer herausragenden Mannschaftsleistung hat Handball-Drittligist HSG Hanau am Freitagabend auch das zweite Bezirksderby in der Saison 2025/26 gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden für sich entschieden. Beim 38:31 (18:14) überzeugte die Mannschaft von Kreisläufer David Rivic und Spielmacher Jan-Philipp Winkler – beide mit je neun Toren –  in der zweiten Halbzeit auf ganzer Linie. Damit hat Hanau nach 18 Spieltagen in der Staffel Süd-West 24:12 Punkte auf dem Konto und hält den Anschluss an das obere Tabellenviertel.

„Ich bin natürlich heute maximal angetan von meiner Mannschaft“, lobte HSG-Cheftrainer Axel Spandau nach Spielende in Rodgau. „Wir haben hier allen Widerständen getrotzt, haben eine Rote Karte verdaut und uns immer wieder berappeln können, wenn das Spiel mal ein bisschen enger wurde.“ Der HSG Hanau, die ohne Julian Fulda und Nils Schröder personell geschwächt in die Begegnung gegangen war, gelang so auch im Derby-Rückspiel ein Sieg, nachdem man im vergangenen Dezember bereits mit 34:29 gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden gewonnen hatte.

Vor über 500 Zuschauern in der RODAUSTROM Sportarena in Rodgau entwickelte sich zwischen den beiden Lokalrivalen schnell ein intensives und von zahlreichen Zweikämpfen geprägtes Derbyduell, in dem Hanau durch einen Rückraumwurf von Cedric Schiefer zunächst mit 2:0 (3. Minute) in Führung ging. Zwar gelang Nieder-Roden schnell der Ausgleich, doch in den ersten zehn Minuten waren vor allem von den beiden Abwehrreihen geprägt. Hanau ging dabei die Gastgeber früh an, ließ die Mannschaft von Trainer Christian Sommer nur selten in ihr Tempospiel kommen.

Emotionen, Rote Karte und ein starker Khan vor der Pause

Gerade Hanaus Jan-Eric Kleemann sorgte in der ersten Halbzeit für Aufsehen: In der 16. Minute verlud der flinke Spielmacher zwei seiner Gegenspieler und markierte dann die erneute 7:6-Führung für die Grimmstädter. Danach wurde es hochemotional: Zunächst wurde Lukas Böhm mit einer Zeitstrafe von der Platte geschickt, ehe Saad Khan den fälligen Siebenmeter von Nils Hassler mustergültig parierte. Nur wenigen Sekunden später holte Nieder-Rodens Filip Wunderlich in der Abwehr Kleemann von den Füßen und sah dafür die Rote Karte (18.).

Davon angespornt drückte Hanau nun auf das Gaspedal: Nach einer Balleroberung wurde Rechtsaußen Sebastian Hein von Torhüter Benedikt Müller auf die Reise geschickt – das 11:9 (22.). Im nächsten Angriff stellte Schiefer auf 12:9 für die Spielgemeinschaft aus Steinheim und Kesselstadt. Über das 15:12 von Rivic (27.) behauptete Hanau die Führung erfolgreich bis zur Pause, auch weil Khan einen weiteren Siebenmeter gegen den Topscorer der Gastgeber, Sam Hoddersen, parierte.

Hanau behält auch in Unterzahl die Kontrolle

Auch nach dem Seitenwechsel behauptete Hanau seinen Vorsprung und hatte gerade über den klasse aufgelegten Jan-Philipp Winkler wesentlich mehr vom Spiel. Der Mittelmann sorgte auch mit drei Toren in Folge für das 22:17 (37.). Ein Raunen ging noch einmal durch die Ränge, als Schiefer in der 39. Minute nach drei Zeitstrafen die Rote Karte sah. Die Hinausstellung wurde jedoch kein Faktor mehr, aus dem Nieder-Roden Aufwind hätte ziehen können, vor allem weil die Blau-Weißen dank Dziugas Jusys und Rivic im Deckungszentrum resolut verteidigten.

Selbst zwei Situationen in doppelter Unterzahl bekam Hanau gut in den Griff. „Mit Jan-Philipp Winkler und Jan-Eric Kleemann hatten wir heute auch zwei Spieler, welche die Begegnung in dieser Phase hervorragend gesteuert haben“, lobte Spandau, dessen Team den Gegner zwar noch auf 26:28 (48.) herankommen ließ, das Spiel aber zu keinem Zeitpunkt mehr aus der Hand gab. Nach einem weiteren erfolgreichen Abschluss von Rivic bog die HSG Hanau beim 34:28 (56.) auf die Siegerstraße ein und machte mit dem 36:30 (57.) durch ihren Kapitän Max Bergold alles klar.

„Unter dem Strich war das ein absolut verdienter Derbysieg, den wir zum Schluss auch relativ hoch gestaltet haben“, so Spandau abschließend. „Was am Ende zählt sind die zwei Punkte und darüber sind wir alle sehr glücklich.“ Für die HSG Hanau gehen schon nächste Woche die Derby-Spieltage nahtlos weiter: Am Freitag, 6. Februar, erwarten die Grimmstädter den TV Kirchzell in der Main-Kinzig-Halle. Begleitet vom Hauptsponsor des Spieltages, der Sparkassen Versicherung und vom Derbypartner Sparkasse Hanau. Tickets für das Spiel gibt es online unter www.hsghanau.de oder in der Vorverkaufsstelle im Ticket- und Service-Center der Hanau Marketing GmbH.  

Artikel geschrieben von Lucas Mertsching am 31.01.2026
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