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Abwehrumstellung bringt den ersten HSG-Heimsieg in 2026
Foto: Xaver Spenkoch
Bericht Männer 1
Sonntag, 25.01.2026 - 33 Klicks
Abwehrumstellung bringt den ersten HSG-Heimsieg in 2026
HSG Hanau gewinnt in Main-Kinzig-Halle mit 38:31 gegen die SGSH Dragons

In der 3. Liga Süd-West haben die Handballer der HSG Hanau die ersten zwei Punkte im neuen Jahr gesammelt. Am Samstagabend triumphierten die Blau-Weißen vor heimischer Kulisse mit 38:31 (17:17) über die SGSH Dragons und zeigten dabei eine deutliche Leistungssteigerung zur Vorwoche. Torhüter Saad Khan hielt in den entscheidenden Phasen seinem Team den Rücken frei, während vorne Kreisläufer David Rivic 12 Mal einnetzte. Zum Matchwinner wurde jedoch ein taktischer Kniff von HSG-Cheftrainer Axel Spandau, welcher die Dragons vor große Probleme stellte.

„Meine Mannschaft ist heute wesentlich emotionaler aufgetreten“, meinte Spandau nach dem Spiel. „Nachdem wir in der Schlussphase die Abwehr umgestellt hatten, haben wir aggressiv verteidigt, die Räume eng gemacht und uns in einen Flow gespielt. So wollen wir nächste Woche auch in Nieder-Roden bestehen.“

WIR & IHR – GEMEINSAM! Das siebte Heimspiel der Saison 2025/26 wurde vom Vermessungsbüro Müller, einem Unternehmen der terramag Group, als Hauptsponsor des Spieltags begleitet. Die Firmengruppe machte das Event zu einem Charity-Spieltag und sammelte für den guten Zweck. Am Ende kam eine Spendensumme von 1.000,- Euro zugunsten der Hanauer Elisabeth-Schmitz-Förderschule zusammen.

Gegen den personell gebeutelten Tabellenvierzehnten aus dem Sauerland war die HSG Hanau aber selbst nicht mit dem vollen Kader in die Begegnung in der Hanauer Main-Kinzig-Halle gegangen, denn Spandau musste auf Außenspieler Julian Fulda und Kreisläufer Nils Schröder verzichten.

Von beiden Offensivreihen geprägte Begegnung

Die SGSH Dragons traten in Hanau von der ersten Minute an mutig auf und sofort entwickelte sich zwischen beiden Teams – wie auch schon im Hinspiel – eine schnelle und torreiche Partie, in der die Gäste zunächst mit 3:1 in Führung gingen. Hanau ließ sich davon aber nur kurzfristig beindrucken. Beim 6:4 (8.) hatten die Grimmstädter die Begegnung, durch einen sehenswerten Tempogegenstoß von Sebastian Hein und dem sicher verwandelten Siebenmeter von HSG-Kapitän Max Bergold, wieder gedreht.

Bis zum 10:9 (16.) hielt diese Hanauer Führung, doch die Dragons blieben gefährlich und konnten sich dabei vor allem auf Rückraumspieler Felix Jaeger (15 Tore) verlassen, den die HSG kaum in den Griff bekam. „Natürlich ist es schwierig einen Spielertyp wie Jaeger vollends zu verteidigen“, analysierte Spandau später. Angesichts der gut platzierten Würfe aus dem Rückraum kam es so schon in der ersten Halbzeit zum Torhüterwechsel im Hanauer Kasten: Für Benedikt Müller rückte Saad Khan zwischen die Pfosten, der mit einigen Paraden überzeugte. Die 17:15-Führung der Gäste glich Bergold mit zwei schnellen Kontertoren zum 17:17 noch vor der Pause aus.

Dennis Gerst wird zum Gamechanger in der Hanauer Abwehr

Nach dem Seitenwechsel blieben die Dragons zunächst am Drücker und hatten bis zur 36. Minute eine Führung beim 22:20 inne. Was dann aber folgte, war eine abgebrühte Leistung der HSG-Sieben: Coach Spandau beorderte Allrounder Dennis Gerst in der Abwehr auf die vorgezogene Position und ließ sein Team in einer versetzten 5:1-Deckung verteidigen. Die Sauerländer zeigten sich von dem taktischen Kniff überrascht und leisteten sich gegen die aggressive Verteidigung mehrere technische Fehler, die Rivic, Kleemann & Co. im Angriff mit viel Sicherheit bestraften. „Dennis Gerst war für mich heute der Gamechanger dieses Drittligaspiels“, gab Spandau zu Protokoll. „In der Schlussphase waren wir in der Abwehr nicht nur emotional besser als unser Gegner, sondern auch fitter.“

Mit dem Treffer von Gerst zum 26:22 (45.) erspielte sich Hanau erneut eine komfortable Führung und drängte in der Folge auf die Vorentscheidung. Mehrfach scheiterte man dabei allerdings an SGSH-Keeper Luca Jannack. Da die Hanauer Defensive – gegen die nachlassenden Kräfte des Gegners – jedoch weiterhin nichts anbrennen ließ, sorgten Rivic mit dem 34:28 (54.) sowie Mittelmann Jan-Philipp Winkler, der den 38:31-Endstand markierte, am Ende doch noch für ein deutliches Ergebnis. 

„Wir wollten heute von Anfang an eine Reaktion auf das letzte Spiel zeigen“, meinte HSG-Keeper Saad Khan. „Das haben wir auch geschafft, denn die letzten 15 Minuten waren sehr stark. Die Vorfreude auf das anstehende Derby ist nun riesig und wir hoffen, dass viele Zuschauer im Blauen Block uns dann erneut unterstützen werden.“  

Am Freitag, 30. Januar ist die HSG Hanau bei den "Baggerseepiraten" der HSG Rodgau Nieder-Roden zu Gast. Das nächste Heimspiel für die Hanauer Handballer steht am Freitag, 6. Februar im Kalender. Dann schaut der TV Kirchzell in der Grimmstadt vorbei.

Artikel geschrieben von Lucas Mertsching am 25.01.2026
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