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„Natürlich spielen wir lieber vor unserer starken Heimkulisse!”
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Dienstag, 20.01.2026 - 121 Klicks
„Natürlich spielen wir lieber vor unserer starken Heimkulisse!”
Hanaus Kreisläufer Nils Schröder im Interview
In dieser Saison feiert Kreisläufer Nils Schröder sein zehnjähriges Jubiläum bei der HSG Hanau. Der 23-Jährige verbindet Leistungssport mit einem anspruchsvollen Berufsalltag. Im Gespräch mit unserer Reporterin Klara Haase spricht Nils nicht nur über seine Rolle auf dem Spielfeld, sondern vor allem über sich als Mensch, über den Alltag, Werte und darüber, was ihn abseits des Handballsports ausmacht.

Hallo Nils, danke, dass Du Dir heute Zeit nimmst. Hast Du die Winterpause gut überstanden?
Nils Schröder: „Ich persönlich habe sie tatsächlich nicht so gut überstanden. Ich habe ein paar Knieprobleme, deswegen werde ich eventuell erst beim zweiten Spiel der Rückrunde wieder spielen. Aber abgesehen davon war es sehr angenehm, mal ein bisschen Ruhe und Zeit für die Familie und Freunde zu haben.“

Gibt es etwas, was Du Dir in solchen Phasen vornimmst, wofür sonst keine Zeit bleibt?
Schröder: „Ich würde sagen, das ist genau die Zeit für die Familie und für Freunde, die während der Saison zu kurz kommen. Außerdem habe ich mir noch ein bisschen mehr Zeit für das Kochen genommen.“

Wie verbringst Du die Weihnachtsfeiertage am liebsten? Gibt es gewisse Traditionen, auf die du dich besonders freust?
Schröder: „Die Feiertage verbringe ich im Kreis der Familie. Früher haben wir immer traditionell Gans gegessen, aber mittlerweile wurde diese Tradition gebrochen und jetzt kochen an Heiligabend entweder ich oder einer meiner Brüder.“

Was wissen viele Fans nicht über dich, was dich aber stark ausmacht?
Schröder: „Ich bin sehr harmoniebedürftig, das wissen viele nicht. Mir fällt auf, dass ich in jeglichen Situationen versuche, ein harmonisches Umfeld zu schaffen. Das liegt mir sehr am Herzen, da dies sowohl auf der Arbeit als auch im Team essentiell ist. Ansonsten nähe ich ab und zu und koche gern.“

Würdest Du sagen, das ist deine Rolle im Team? Für die Harmonie sorgen?
Schröder: „Ich glaube, da braucht es gar keinen, weil wir so schon eine sehr gute Teamchemie haben. Wenn Du mich nach der Rolle im Team fragst, würde ich sagen, dass ich versuche, die Jungs emotional zu pushen und so voranzubringen.“

Gibt es eine Eigenschaft an Dir, die Dir im Weg steht und eine, auf die Du stolz bist?
Schröder: „Im Weg steht mir ab und zu meine Ungeduld. Sei es die Anleitung vom IKEA-Schrank oder Sachen, auf die man keinen Einfluss hat, wie beispielsweise Heilungsprozesse. Bei meiner aktuellen Knieverletzung muss ich abwarten. Ich weiß, dass wenn man zu früh anfängt, es sich rächen könnte. Dieses Warten fällt mir dann aber sehr schwer. Eine gute Eigenschaft wäre hingegen, dass ich sehr diplomatisch bin. Ich bin gut darin, zu kommunizieren und Kompromisse zu finden.

Du arbeitest als Chemielaborant. Wie sieht ein typischer Arbeitstag für dich aus?
Schröder: „Richtig im Labor bin ich tatsächlich eher selten. Meine Arbeit bei Procter & Gamble verrichte ich meistens am Computer. Normalerweise stehe ich gegen 5:30 Uhr auf, damit ich schon gegen 7:00 Uhr auf der Arbeit anfangen kann. Glücklicherweise habe ich flexible Arbeitszeiten, sodass ich es auch zu früheren Trainingszeiten noch pünktlich schaffe. Meine Aufgaben sind grob zusammengefasst die Leitung, Organisation und Auswertung von Konsumentenstudien. Außerdem befasse ich mich näher mit Konkurrenzprodukten.“

Was fasziniert dich an deinem Beruf und warum hast Du dich dafür entschieden?
Schröder: „Ursprünglich war es mein Allgemeininteresse gegenüber der Chemie. Mittlerweile würde ich sagen, dass es mehr das Interesse an der Tiefe unserer Alltagsprodukte ist, vor allem wie komplex diese dann doch sind, auch wenn das oft nicht so scheint.“

Was sind deine beruflichen Ziele?

Schröder: „Ich bin am überlegen, ob ich eventuell nochmal ein Studium beginne, aber das steht noch in den Sternen. Momentan bin ich erstmal ganz happy mit meinem Arbeitgeber.“

Wie schaltest Du nach Arbeit und Training am besten ab?
Schröder: „Das kommt meistens darauf an, wie ich den Arbeitsplatz verlassen habe, ob ich fertig geworden bin zum Beispiel. Grundsätzlich geht es mir aber mittlerweile so, dass ich den Handball als zweiten Job sehe, da er so viel Zeit in Anspruch nimmt und Feierabend ist dann erst nach dem Training. Für Aktivitäten, die mir beim Abschalten helfen, bleibt dann meistens nicht mehr viel Zeit.“

Wenn Du diese gewisse Zeit hättest, zum Beispiel ein komplett handballfreies Wochenende, wie würdest Du dieses verbringen?
Schröder: „Wenn die Möglichkeit besteht, verreise ich gerne ins unmittelbare Ausland. Zum Beispiel war ich die letzten Male in Amsterdam und Paris. Es kommt aber auch immer auf den persönlichen Zustand an. Wenn man platt und ausgelaugt ist neigt man eher dazu, an freien Tagen zu entspannen und nichts zu machen. Aber das fällt mir natürlich schwer, denn wenn mal Zeit ist, möchte ich diese auch nutzen und etwas unternehmen.“

Du bist ja schon seit über 10 Jahren Teil der HSG. Was macht den Verein für dich besonders?
Schröder: „Vor zehn Saisons, da war ich 13 und in der C-Jugend. Als ich jung war ging das mit der Auswahl ziemlich schnell. Um dann richtig gefördert zu werden, war mir klar, dass ich meinen kleinen Heimatverein verlassen müsste. Da hatte ich dann das Glück, dass mein damaliger Trainer in Eppertshausen in der 3. Liga gespielt hatte und mir dann Hanau empfahl. Außerdem hatte ich durch andere Spieler, die ich aus der Hessenauswahl kannte, schon Kontakte zu Hanau.“
Was den Verein gewissermaßen ausmacht, ist das familiäre Umfeld. Vielleicht ist meine Wahrnehmung auch nicht ganz objektiv, da ich ja selbst seit jungen Jahren hier spiele, aber ich denke, dass man auf jeden Fall sehr herzlich aufgenommen und integriert wird.“

Wo siehst Du dich in zehn Jahren, auch unabhängig vom Handball?
Schröder: „In zehn Jahren bin ich 33, beziehungsweise bald dann 34. Wahrscheinlich werde ich dann keinen Handball mehr spielen. Ich würde aufgrund meines Umfelds schon gerne im Rhein-Main-Gebiet bleiben. Ich hoffe, dass ich trotzdem noch Spaß am Sport habe, auch wenn das nicht mehr im Rahmen von Drittliga-Handball ist. Dann könnte ich mir vorstellen, dass mich etwas wie ein Marathon auch reizen würde. Ansonsten vermute ich, dass ich bis dahin auch vielleicht geheiratet haben werde.“

Die Handball EM hat nun begonnen. Verfolgst Du die Spiele des DHB-Teams oder anderer Mannschaften aktiv?
Schröder: „Die Spiele der Deutschen schaue ich alle, wenn ich es zeitlich schaffe. Zusätzlich schaue ich mir momentan sehr gerne die Portugiesen an. Und die Dänen, denen schaut man natürlich auch gerne zu.“

Wer ist dein Favorit und wird deiner Meinung nach den Europameister-Titel holen?
Schröder: „Wenn ich realistisch bin, vermute ich, dass es Dänemark machen wird. Wünschen würde ich mir hingegen natürlich, dass Deutschland Europameister wird. Auch mit Hinblick auf die WM 2027 wäre das super, wenn der deutsche Handball dadurch mehr Aufmerksamkeit gewinnt.“

In deinem Steckbrief gibst Du an, auf dem Weg zu Auswärtsspielen, gerne Serien zu schauen. Hast du eine Lieblingsshow?
Schröder: „Eine einzelne Lieblingsshow habe ich nicht. Wenn ich mich entscheiden müsste, wären meine Top 3 aber auf jeden Fall Lupin, Scorpion und One Piece.“

Wie kam es zu dem Pre-Game-Omlett-Ritual?
Schröder: „Das ist schon ein bisschen her. Unter der Woche frühstücke ich tatsächlich selten, dafür ist mir ein ausgiebiges Frühstück am Wochenende aber sehr wichtig. Dann gibt es entweder ein Omelett, ein frisches Ei oder Pancakes. Dadurch, dass die Spieltage für uns erst mittags losgehen, hat sich das so eingebürgert, dass es für mich morgens meistens ein Omelett gab - natürlich mit Pilzen, denn ich liebe Pilze.“

Was darf neben einem guten Frühstück sonst an einem Spieltag für dich nicht fehlen?
Schröder: „Die Kopfhörer im Bus sind mir sehr wichtig. Sowohl vor als auch teilweise danach, wenn ich mal Ruhe brauche. Die langen Fahrten zu Auswärtsspielen können manchmal auch echt anstrengend sein.“

Am Samstagabend (19:30 Uhr) trefft ihr nach einem Monat ohne Heimspiel auf die SGSH Dragons. Was dürfen die Fans erwarten?
Schröder: „Die Mannschaft ist auf jeden Fall motiviert und natürlich spielen wir auch lieber vor unserer starken Heimkulisse. Das ist schonmal eine gute Grundlage. Von Seiten der Dragons wird uns auf jeden Fall ein Offensivhandball erwarte, denn bei unserem letzten Aufeinandertreffen sind extrem viele Tore gefallen. Das wird sich aber wahrscheinlich nicht wiederholen, da sich beide Mannschaften abwehrtechnisch gefestigt haben. Generell wird es ein schnelles Spiel, das wir letztendlich für uns entscheiden wollen.“

Vielen Dank für das Gespräch!
Quelle: Klara Haase vom 20.01.2026
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Bericht Männer 1
Donnerstag, 15.01.26 - 412 Klicks
HSG Hanau startet mit Auswärtsspiel in die Rückrunde
Grimmstädter reisen am Sonntag zu den Bergischen Panthern nach Burscheid
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Bericht Männer 1
Samstag, 10.01.26 - 397 Klicks
Gelungene Generalprobe vor dem Liga-Restart
HSG Hanau überzeugt defensiv und feiert 25:24-Heimsieg
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