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Derby-Krimi in Gelnhausen findet keinen Sieger
Foto: Xaver Spenkoch
Bericht Männer 1
Sonntag, 30.11.2025 - 70 Klicks
Derby-Krimi in Gelnhausen findet keinen Sieger
HSG Hanau holt einen Punkt beim 25:25-Unentschieden gegen den TV Gelnhausen

Dieses Derby hatte wieder all das, was sich der Handball-Fan an Main und Kinzig Woche für Woche wünscht: Kampf, Leidenschaft und zwei abwehrstarke Mannschaften – nur einen Sieger, den fand das mit Spannung erwartete Main-Kinzig-Derby zwischen der HSG Hanau und dem TV Gelnhausen nicht. Die Brüder-Grimm-Städter können aber mit dem Punktgewinn nach einem 25:25 (11:10) in der Barbarossastadt wesentlich besser leben als die Gastgeber. Dabei hatte Hanau am Samstagabend, nach dem späten Ausgleich von HSG-Kapitän Max Bergold, sogar noch die Chance auf den Wirkungstreffer kurz vor dem Ende.

„Das war heute ein Kampf und eine richtig starke Abwehrleistung, für die ich meiner Mannschaft nur die Note Eins geben kann“, gab HSG-Cheftrainer Axel Spandau nach der Partie zu Protokoll. „Unterm Strich war es für mich ein gerechtes Unentschieden und eine gute Basis für das nächste Derby, was in einer Woche ansteht.“

Für das erste von zwei Main-Kinzig-Derbys der Drittliga-Jubiläumssaison der HSG, war Hanau mit viel Enthusiasmus und Anspannung in die Barbarossastadt gereist. Die Spandau-Sieben wollte unbedingt den schwachen Auftritt der Vorwoche in Köln vergessen machen, was dem Team auch eindrucksvoll gelang. Aber auch Gelnhausen und dessen Coach Matthias Geiger hatten sich nach ersten Saisonniederlage in Saarlouis viel vorgenommen.

Ein Main-Kinzig-Derby vor großartiger Kulisse

Vor über 1400 Zuschauern in der Rudi-Lechleidner-Halle zeigte die Spielgemeinschaft aus Kesselstadt und Steinheim eine ihrer besten Abwehrleistungen in dieser Spielzeit und schaffte es dabei, die individuelle Klasse des TV Gelnhausen in den entscheidenden Momenten in Schach zu halten. Dabei war der TVG mit einigen Ausfällen in die Begegnung gegangen. Unter anderem fehlte mit Kapitän Jonathan Malolepszy ein zentraler Akteur, doch das sollte die Leistung der Hanauer Mannschaft um Cedric Schiefer, Lukas Böhm und Sebastian Hein unter keinen Umständen schmälern, denn obwohl Hanau einige Male ins Hintertreffen geriet, biss sich das Team immer wieder zurück in die Partie.  

Der erfahrene Böhm hatte Hanau mit dem ersten HSG-Angriff direkt in Führung gebracht, doch während die Grimmstädter deutlich auf das Tempo drückten und ihre Angriffe schnell vortrugen, waren es die Hausherren, die mit der eigenen 5:2-Führung in der 13. Minute erstmals das Pendel in ihre Richtung ausschwingen ließen.

Doch die HSG Hanau bewies einmal mehr in dieser Saison gerade auswärts ihre volle Stärke. Mit viel Leidenschaft kämpften sich die Blau-Weißen wieder heran und waren beim 6:8 (20.) von Sebastian Hein, nach einem tollen Anspiel von Böhm, wieder dicht an ihrem Gegner dran und machten ausgerechnet in Unterzahl den 9:9-Ausgleich klar (26.). Unter dem Jubel der zahlreichen mitgereisten Anhänger des Blauen Blocks hatte erneut Hein, nach mustergültigem Pass von Kleemann, den Ball im Netz untergebracht.

Hanau nimmt eine Führung mit in die Halbzeitpause

Auch in der Folge machte die HSG mehr aus ihren Möglichkeiten, während Gelnhausen Nerven zeigte: So vergab Fynn Hilb einen Siebenmeter gegen Hanaus Saad Khan, bevor Jan-Philipp Winkler per Stemmwurf das 11:9 (28.) zur Hanauer Halbzeitführung markierte.

Zu Beginn der zweiten dreißig Minuten erwischte der TVG das Hanauer Team dann aber auf dem völlig falschen Fuß. „Wir haben uns im Angriff einfach viel zu viel in unserem Spiel verstrickt und zu oft versucht den Kreisläufer anzuspielen“, monierte Spandau, der von der Seitenlinie mitansehen musste, wie seine Mannschaft die Führung aus der Hand gab und nach einem 6:1-Lauf der Gastgeber sogar mit 12:16 in Rückstand geriet (38.).

Spandau legte die Grüne Karte auf den Tisch und fand scheinbar in der Auszeit die richtigen Worte, denn danach spielte Hanau Einbahnstraßen-Handball und bestrafte jeden Fehler des Aufstiegsrundenaspiranten konsequent. Cedric Schiefer ging mit viel Schwung auf die Schnittstelle der weit vorgerückten 6:0-Deckung der Gastgeber, brach durch und netzte zum 16:16-Ausgleich ein. Nur wenig später war der Rückraumakteur auch zur 18:16-Führung (46.) erfolgreich.

Schlussphase wird zum Derby-Krimi

Die Schlussphase entwickelte sich dann zu einem waschechten Handball-Krimi nach allen Mitteln der Kunst. Erst gelang Gelnhausen beim 18:18 der Ausgleich, ehe Bergolds Siebenmeter zum 21:19 (50) den alten Abstand wiederherstellte. In der hitzigen Derby-Atmosphäre schwächte sich die HSG Hanau mit Hinausstellungen von Hein und Bergold aber selber und dem TVG gelang in Überzahl der Ausgleich.

Doch Hanau steckte gegen den favorisierten Gegner nicht auf. Ganz im Gegenteil: Die Gäste bissen sich in der Abwehr am TVG fest, der mit zwei Siebenmetertreffern von Jonas Dambach stets vorzulegen vermochte (24:23/57.). Nach einem weiteren Führungstreffer des TVG nahm Spandau seine letzte Auszeit. Direkt im Anschluss ließ Hanau den Ball schnell laufen und Schiefer warf sich mit seiner ganzen Kraft in die Gelnhäuser Deckung – Siebenmeter für die HSG.

Max Bergold übernahm die Verantwortung von der Linie und jagte den Ball an Alexander Bechert vorbei ins Tor, der 25:25-Ausgleich (59.). Hanau hatte sogar noch die späte Chance auf den Siegtreffer, fand aber kein Durchkommen. Schiefers direkter Freiwurf nach Ablauf der Spielzeit landete neben dem Kasten.

„Wir haben heute in der Abwehr einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht, man kann aber Gelnhausen beim Eins-gegen-Eins und bei der schnellen Mitte nicht alle Chancen wegnehmen“, so der Hanauer Coach. „Von daher sind wir heute froh einen Punkt geholt zu haben. Die Stimmung war überragend. Danke an die Hanauer Fans für den tollen Support.“

Artikel geschrieben von Lucas Mertsching am 30.11.2025
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