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Furioser Auswärtssieg in Saarlouis
Foto: HSG Hanau / privat
Pressebericht Männer 1
Sonntag, 22.09.2024 - 2273 Klicks
Furioser Auswärtssieg in Saarlouis
HSG Hanau zeigt emotionale und kämpferische Leistung beim Topfavoriten

Sensationeller Erfolg für Handball-Drittligist HSG Hanau in der Staffel Süd-West und das in der Höhe vollkommen verdient. Eine Woche nach der Heimniederlage gegen Leutershausen lieferten Bergold, Ritter & Co. beim Topfavoriten HG Saarlouis die richtige Antwort und sicherten sich, mit einer extrem kämpferischen und emotionalen Leistung, beim 38:31 (20:13) den dritten Sieg im vierten Spiel und zwei wichtige Punkten. In der Staffeltabelle behaupten die Grimmstädter damit den vierten Rang und haben nach vier Spielen 6:2 Zähler auf dem Konto. 

„Wir wussten, was heute auf uns zukommt. Allerhöchsten Respekt vor meiner Mannschaft, die heute extrem dagegengehalten hat, in ihren Leistungen beständig war und sich nicht von dieser lautstarken Atmosphäre hat verunsichern lassen“, meinte HSG-Cheftrainer Hannes Geist im Pressegespräch nach Spielende. „Mit den Ideen, die wir unter der Woche entwickelt haben, konnten wir Saarlouis etwas überraschen und haben vor allem in der zweiten Halbzeit unser Niveau gehalten.“ 

Bärenstarke Anfangsphase der Grimmstädter 

Vor über 900 Zuschauern in der Stadtgartenhalle Saarlouis erwischte Hanau einen richtig guten Start. Mit einer aggressiven 6:0-Deckung, in der Nils Schröder und Cedric Schiefer das Abwehrzentrum vernagelten, fanden die Grimmstädter direkt zu ihrem Rhythmus. Nach einer Balleroberung durch David Rivic erzielte Dennis Gerst per Tempogegenstoß den ersten Treffer der Partie. Nur wenig später wurde Rivic am Kreis durch Luca Braun selbst in Szene gesetzt und netzte zum 2:0 ein. Da auch Benedikt Müller im HSG-Tor mit einigen wichtigen Paraden viel Sicherheit ausstrahlte, ging die Anfangsphase klar an die Gäste, die über das 5:1 von Gerst und dem 8:3 (14. Minute) von Braun weiter nachlegten. 

Den Saarlouiser Angriff um Spielmacher Tom Paetow und die beiden ehemaligen Bundesligaakteure Yves Kunkel und Lars Weißgerber hatte Hanau über weitere Strecken der Partie entnervt. Als die HG beim 6:9 (15.) zwischenzeitlich etwas verkürzte, legte Geist die Grüne Karte auf den Zeitnehmertisch. Danach lief es für Hanau direkt besser. Mit schnellem Offensivspiel nutzten die Grimmstädter ihre Chancen konsequent und profitierten dabei auch von einer Zeitstrafe gegen die Gastgeber. In Überzahl bediente Gerst seinen Kapitän Max Bergold auf Linksaußen, der sich nicht lange bitten ließ und den 12:7-Vorsprung herauswarf. 

Hoher Vorsprung zur Pause

Mit dem Fünf-Tore-Vorsprung im Rücken blieb Hanau nun im Spielstil treu und zeigte eine seiner bisher besten ersten Halbzeiten in der noch jungen Saison. Kurz vor dem Seitenwechsel bauten Bergold per Siebenmeter und Luca Braun die eigene Führung, unter dem Jubel der mitgereisten HSG-Anhänger des Blauen Blocks, sogar auf 20:13 aus. 

Nach dem Seitenwechsel knüpfte Hanau dort an, wo das junge Team nach dem ersten Durchgang aufgehört hatte: Schiefer bekam von Ritter das Spielgerät aufgelegt, stieg vor dem Innenblock nach oben und knallte den Ball zum 22:15 (33.) in die Maschen. 

Geist hatte bei der Vorbereitung auf die Partie von seiner Mannschaft vor allem sicheres Passspiel und Druck auf die Lücken gefordert. All das setzten Braun, Rivic & Co. am Samstagabend in beständiger und disziplinierter Art und Weise um. HG-Cheftrainer Philipp Kessler merkte später an, dass seiner Mannschaft vor allem die Tiefe im Spiel gefehlt habe. Gegen die zweikampfstarke Deckung der HSG Hanau kam Saarlouis auch in den zweiten dreißig Minuten kaum zur Entfaltung. 

Zwischenzeitlich mit 10 Toren geführt

Über das 25:17 von Paul Hüttmann in der 36. Minute, behauptete Hanau weiterhin seinen hohen Vorsprung und spielte die eigenen Offensivaktionen auf den Punkt. Am Ende blieb es ein Start-Ziel-Sieg der Grimmstädter, denn über 60 Minuten kam Saarlouis nicht ein einziges Mal zum Ausgleich. Das 36:26 von Schiefer sorgte mit der höchsten zwischenzeitlichen Führung in der 53. Minute bereits für die Vorentscheidung. Den Schlusspunkt setzte Rivic beim 38:31. 

„Es freut mich wirklich sehr für die Jungs“, so Geist. „Wir waren nach dem letzten Heimspiel alle sehr geknickt, da wir eigentlich ein gutes Spiel gemacht, uns dann gegen Leutershausen aber selbst in die Bredouille gebracht haben. Das waren heute zwei Punkte, die der Seele guttun.“ 

Das nächste Heimspiel bestreitet die HSG Hanau am Samstag, 28. September um 18:30 Uhr. Dann steht der jungen Hanauer Truppe die nächste knifflige Aufgabe an. Zu Gast in der Main-Kinzig-Halle sind die Bergischen Panther. Im letzten Vergleich gab es für die HSG eine empfindliche Niederlage am vorletzten Spieltag der letzten Saison. Die Mannen um Kapitän werden sich wieder gewissenhaft vorbereiten und ihre Tugenden über 60 Minuten auf der Platte lassen. Hier gehts zu den Tickets https://www.hsghanau.de/tickets/.

Quelle: HSG Hanau / Lucas Mertsching vom 22.09.2024
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