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Mit breiter Brust in die neue Saison
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Pressebericht
Mittwoch, 23.09.2020 - Hanauer Anzeiger | 2.108 Klicks
Mit breiter Brust in die neue Saison
HSG Hanau ist heiß auf den Saisonstart in der A-Jugend-Bundesliga
In zwei packenden Qualifikationsspielen hat die A-Jugend der HSG Hanau erneut das Ticket für die Bundesliga gelöst. Nach den nervenaufreibenden Partien heißtes wieder volle Konzentration, denn der Saisonstart steht an: Am Sonntag gastieren die Hanauer bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen (15 Uhr).

Die HSG Hanau musste lange um den zehnten Einzug in die A-Jugend-Bundesliga zittern, umso größer ist bei den Hanauer Handballern nun die Vorfreude auf die kommende Saison in Deutschlands höchster Spielklasse. Ebenso groß sind aber die Herausforderungen, vor denen die Mannschaft von Hannes Geist steht, denn das Team trifft nach einer Vorbereitung mit zahlreichen Fährnissen auf jede Menge starke Gegner. Um gegen diese Kontrahenten zu bestehen, will die HSG auf einige wichtige Tugenden setzen.

Durch und durch außergewöhnliche Monate liegen hinter den Hanauer Nachwuchshandballern, denn schon das vorzeitige Ende der vergangenen Saison brachte den Rhythmus der HSG-Talente ordentlich durcheinander. Im Anschluss an etliche handballfreie Wochen wegen der Corona-Pandemie startete das Team Anfang Mai mit individuellem Lauftraining in die Saisonvorbereitung, ehe einen Monat später ein „verkapptes Teamtraining“ startete, wie Geist es bezeichnet.

Von einem normalen Trainingsbetrieb könnte angesichts der Auflagen zur Einschränkung der Corona-Pandemie nämlich keine Rede sein, die Spieler trainierten zunächst in Zehner-Gruppen im Freien und unter Einhaltung der Hygieneregeln. Erst im Juli ging es für die Mannschaft in die Halle, die dort aber nur langsam die Intensität steigerte und gleichzeitig die Konditions- und Athletikeinheiten beibehielt. „Da haben wir eine gute Prophylaxe betrieben, denn in dieser Vorbereitungsphase hatten wir nur einen verletzungsbedingten Ausfall zu beklagen“, zeigt sich Geist zufrieden – in einem so großen Kader sei, das eine hervorragende Quote.

Für die Qualifikationsspiele für die A-Jugend-Bundesliga sahen sich die Hanauer damals noch gut gerüstet, doch die erneut steigenden Corona-Fallzahlen und die damit verbundenen Einschränkungen im Trainings- und Spielbetrieb stellten alle Planungen jäh infrage: „Wir wurden völlig aus der Bahn geworfen, plötzlich gab es nur noch Kampf und Druck, um diese Partien überhaupt spielen zu dürfen“, beschreibt Geist die nervenaufreibenden Wochen.

Mit einem Kraftakt von Team, Trainerstab und Verein und einer zehntägigen Quarantäne könnte Hanau schließlich doch um den Einzug in die A-Jugend-Bundesliga spielen und setzte sich dort gegen die TSG Friesenheim durch. „Das haben wir vor allem durch unsere gute Fitness geschafft“, ist sich Geist sicher, „denn spielerisch war gegen Friesenheim noch viel Luft nach oben, da hat man gemerkt, dass uns handballerisch einige Trainingseinheiten fehlen.“

Dieses Defizit könnte die Hanauer auch in die Saison begleiten, schließlich liegen zwischen den Qualifikationsspielen und dem Saisonauftakt gerade einmal zwei Wochen. Dabei ist die HSG gleich gefordert, denn bei nur neun Spielen in der Vorrunde kann sich keine Mannschaft eine lange Anlaufphase erlauben – noch dazu in einer Liga mit vielen starken Teams und der Mannschaft aus Melsungen als klarem Favoriten.

Faustpfand der Hanauer könnten bei dieser Herausforderung die Erfahrungen der vergangenen Wochen sein. „Wir haben dadurch schon dieses Do-or-Die-Gefühl, dass es um Alles oder Nichts geht“, sagt Geist, „und das kann uns natürlich auch beim Modus in der Liga in die Karten spielen.“ Großes Ziel und Traum der Hanauer ist es, sich direkt für die kommende Saison in der A-Jugend-Bundesliga zu qualifizieren, auch wenn das angesichts der starken Konkurrenz „eine unglaubliche Herausforderung wird.“

Geist glaubt aber an die Qualität seiner Mannschaft und an die Tugenden, die sie schon in den Qualifikationsspielen ausgezeichnet haben. „Wenn wir in der Liga wieder solche Emotionen und solch eine Deckungsarbeit auf die Platte bringen, dann muss uns erst einmal jemand schlagen“, betont der HSG-Coach. Da Hanau kein Leistungszentrum sei, müsse der Verein das „eben mit unseren Voraussetzungen hinbekommen".

Ein Vorteil könnte dabei neben dem überragenden Teamspirit – gemeinsame Quarantäne und die Erfolge aus den Qualifikationsspielen hätten die Jungs noch enger zusammengeschweißt – auch der Spielplan bieten, denn die HSG tritt fünfmal zu Hause an. „Vor eigenem Publikum spielen wir natürlich lieber als auswärts“, merkt Geist dazu an, „und wenn wir in jedem Spiel 110 Prozent geben, können wir vielleicht die ersten vier Plätze anschielen.“

Von Robert Giese

Der Kader der HSG Hanau

Zugänge: Phillip Busse, Alen Durmic, Leon Gutknecht, Justin Hohenberger, Max Moock, Niklas Schierling, Torben Scholl, Justin Schreiber, Philipp Spenkoch, Miguel Vazquez, Ole Warm, Benedikt Weigand (alle eigene B-Jugend), Joel Petek (SG Bruchköbel), Peer Kreuzkam (HSG Preagberg).

Abgänge: Til Bachmann, Benjamin Horn, Henrik Naß (alle eigene 1. Mannschaft), Rico Ruess (eigene 2. Mannschaft), Lucas Faust, Jan Sandrock (beide eigene 3. Mannschaft), Jonas Schneider, Nicolas Reeg, Philipp Gutknecht (alle SG Groß-Umstadt/Habitzheim), Till Fröhning (Ziel unbekannt).

Im Kader sind außerdem Marlon Faust, Cedric Schiefer, Vincent Schramm, Nils Schröder und Falk Steiner.



Aushängeschild und Vorbild für jüngere Spieler

In den ereignisreichen vergangenen Wochen stand die A-Jugend der HSG Hanau permanent im Brennpunkt – zunächst durch eine zehntägige Quarantäne, dann durch die dramatischen Entscheidungsspiele um den Einzug in die A-Jugend-Bundesliga. Wir haben mit Jörn Winter, dem Sprecher des Jugendausschusses der HSG, über die Bedeutung der A-Jugend für den Verein gesprochen und über die Rolle der Mannschaft in der Philosophie der Hanauer.

Herr Winter, im Vorfeld der Qualifikationsspiele hat sich das Team in eine zehntägige Quarantäne begeben. Warum haben Mannschaft und Verein diesen immensen Aufwand auf sich genommen?

Das ist der Tatsache geschuldet, dass die Jungs ein Ziel hatten – und das war es, in der A-Jugend-Bundesliga zu spielen. Durch die Einschränkungen wegen der steigenden Corona-Fallzahlen in Hanau war die Quarantäne für uns der einzige Weg, um die sportliche Chance auf die erneute Teilnahme an der A-Jugend-Bundesliga zu wahren. Das war für den Verein ein echter Kraftakt, aber einerseits ist es für unsere Philosophie wichtig, kontinuierlich in der höchsten Spielklasse zu spielen, andererseits haben Umfeld und Eltern auch voll mitgezogen, daher war das auf jeden Fall die richtige Entscheidung.

Das Team spielt nach der erfolgreichen Quali erneut in der A-Jugend-Bundesliga. Wie wichtig ist das für die HSG?

Wir sind seit der Gründung dieser Liga dabei und es ist für uns enorm wichtig, dass wir durch die erneute Qualifikation unsere Philosophie fortsetzen können, denn das spielt eine große Rolle für die Ausbildung unserer Jugendspieler. Vor ihnen und dem Trainer müssen wir unseren Hut ziehen, denn vor den beiden entscheidenden Spielen hatten wir denkbar schwierige Bedingungen und hatten anders als Friesenheim zuvor keine Wettkampfsituation. In den zwei Partien haben wir uns jeweils durchgesetzt und lagen niemals hinten, was eine enorme Leistung ist – auch wenn es ein wenig schade ist, dass wir wegen unserer Arbeit in den vergangenen Jahren nicht schon für die A-Jugend-Bundesliga gesetzt waren.

Welche Rolle nimmt die A-Jugend unter den Jugendmannschaften des Vereins ein?

Diese Mannschaft ist unser Aushängeschild, aber auch ein Fixpunkt für für unsere anderen Jugendspieler. Gerade an dem Einsatz, den sie jetzt gezeigt haben, können sich unsere jüngeren Jugendspieler orientieren.

Das Gespräch führte Robert Giese
Quelle: Hanauer Anzeiger vom 23.09.2020
Artikel übernommen von Andreas am 23.09.2020
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