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„Die Derbys waren einfach geil“ - Luca Braun will mit der HSG endlich auch Zuhause siegen
Foto: Archivfoto: Roland Adrian
Pressebericht Männer 1
Freitag, 29.11.2019 - 4656 Klicks
„Die Derbys waren einfach geil“ - Luca Braun will mit der HSG endlich auch Zuhause siegen
HSG-Neuzugang Luca Braun fühlt sich in Hanau schon wohl
Bildtext: Neuzugang Luca Braun will noch torgefährlicher für die HSG Hanau werden. Der Derbysieg in Gelnhausen zählt nach den ersten vier Wochen zu seinen Highlights im HSG-Trikot. Archivfoto: Roland Adrian

Luca Braun ist der jüngste Neuzugang im Kader der HSG Hanau: Seit rund einem Monat verstärkt der knapp zwei Meter große Linkshänder den Drittligisten auf der rechten Seite und hat bereits 14 Treffer für seinen neuen Verein erzielt.

Wir haben mit Braun, der zuvor für die zweite Mannschaft der Rhein-Neckar Löwen auflief, über seine Champions-League-Erfahrungen sowie die beiden zurückliegenden Derbys und gesprochen und in Erfahrung gebracht, was die Hanauer Fans vom gebürtigen Dieburger noch erwarten können.

Herr Braun, Sie haben mittlerweile vier Spiele für Hanau bestritten. Wie sind Sie aufgenommen worden?

Ich bin hier sehr gut aufgenommen worden, verstehe mich mit allen gut und habe viel Spaß. Außerdem freue ich mich natürlich, wieder so nahe bei meiner Heimat zu sein. Auf dem Spielfeld habe ich nach der kurzen Zeit zwar leider noch nicht alle Spielzüge verinnerlicht, aber ich komme von Training zu Training besser zurecht. Es hilft mir dabei, dass ich bei den Spielen nicht so lange auf der Bank sitze und viel spiele, denn das gibt mir einerseits ein gutes Gefühl und andererseits gewöhne ich mich dadurch schneller an die Mannschaft.

Unter den vier Spielen waren auch schon die emotionalen Derbys in Gelnhausen und gegen Nieder-Roden. Wie haben Sie die Stimmung bei diesen besonderen Partien empfunden?

Diese Derbys waren einfach geil, denn in einer vollen Halle macht es einfach viel mehr Spaß. Bei der zweiten Mannschaft der Rhein-Neckar Löwen kamen normalerweise 300 oder 400 Zuschauer, da ist das hier in Hanau schon ein ganz anderes Erlebnis. Aber ich wusste schon, was mich erwartet, weil ich Spiele in der Main-Kinzig-Halle bereits als Zuschauer verfolgt habe.

Dabei haben Sie auch schon einmal eine ganz andere Kulisse kennengelernt, denn Sie haben mit der zweiten Mannschaft der Rhein-Neckar Löwen in der Champions League in Kielce gespielt, als die erste Mannschaft zeitgleich gegen Kiel antreten musste. Was für ein Erlebnis war das?

Als wir da in der Halle standen, musste ich erst einmal realisieren, was da gerade passiert, das ist schließlich eine ganz andere Welt: Die Stimmung in der Halle war ganz anders, überall standen Kameras, da die Partie im Fernsehen übertragen wurde. Handballerisch war unser Gegner auch ein ganz anderes Kaliber als das, was wir gewohnt waren. Insgesamt sicher ein außergewöhnliches Erlebnis und eines der Highlights meiner Karriere, auch wenn uns die polnischen Fans ausgebuht haben.

Von der Champions League zurück in die 3. Liga Mitte: Wie sind Sie mit Ihren bisherigen Leistungen zufrieden, und was können die Hanauer Fans noch von Ihnen erwarten?

Bis jetzt bin ich eigentlich ganz zufrieden, aber besser geht es natürlich immer. Eine meiner Stärken ist normalerweise die Abwehrarbeit, da kam ich bisher noch nicht allzu lange zum Einsatz, weil die HSG defensiv sehr gut aufgestellt ist. Eine weitere Stärke von mir ist es, Tore zu werfen (lacht), daher denke ich, dass sich die Hanauer Fans noch auf sehr viele Tore von mir freuen können – zumindest hoffe ich das.

Bisher haben Sie mit der HSG dreimal in der Main-Kinzig-Halle gespielt, ein Sieg ist dabei noch nicht herausgesprungen – warum klappt es gegen Elbflorenz II mit dem ersten Heimsieg, seit Sie mit an Bord sind?

Wenn wir das umsetzen, was wir uns im Training vornehmen, dann wird das mit dem Heimsieg funktionieren. Elbflorenz hat mit dem Sieg gegen Leutershausen zwar gezeigt, was es kann, aber es ist unser Anspruch, sie zu besiegen. Ich denke, dass wir das bessere Team sind und unsere Heimspiele müssen wir einfach gewinnen.

Das Interview führte Robert Giese.
Quelle: Hanauer Anzeiger vom 29.11.2019
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