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Aufstiegskader soll es richten
Foto: P. Scheiber
Pressebericht
Donnerstag, 25.06.2020 - Hanauer Anzeiger | 7.129 Klicks
Aufstiegskader soll es richten
OBERLIGA - Markus Kirchherr ist einer der wenigen externen Neuzugängen der HSG Hanau II
Über Jahre hinweg hat die zweite Mannschaft der HSG Hanau an die Tür zur Oberliga geklopft, in der vergangenen Saison hat das Team von Norbert Wess sie nun endgültig aufgestoßen und spielt künftig in Hessens höchster Liga. Damit bietet die HSG jungen Spielern eine attraktive Plattform und ein gutes Sprungbrett in den Drittliga-Kader, weshalb die Hanauer alles dafür tun wollen, um die Klasse zu halten. Wess setzt dabei neben einer noch stärkeren Verzahnung innerhalb des Vereins auf seine eingespielte Mannschaft aus der Vorsaison, die fast gänzlich ohne externe Neuzugänge auskommt – und hofft auf eine fundamentale Änderung im hessischen Handball.
Stetig hatte Wess an seinem Meisterteam gefeilt und das Spielsystem der zweiten Mannschaft der Hanauer dabei immer weiter verfeinert, bis die HSG schließlich die Landesliga-Meisterschaft als verdienten Lohn einstreichen konnte. Nach dem Aufstieg geht es für Wess daher auch darum, an dieser Arbeit anzuknüpfen, anstatt alles umzustoßen – auch personell. „Wir haben ein gutes Team“, ist der HSG-Coach von seinen Spielern überzeugt und machte schon frühzeitig klar, dass er nur punktuell den Bedarf für Verstärkungen sah.

Auf den Kader aus der Aufstiegssaison kann Wess wohl auch in der neuen Spielzeit komplett zählen, einziger möglicher Abgang könnte Nicolai Mehlitz sein, der eventuell aus beruflichen Gründen die Region verlässt. „Das würde uns wehtun“, räumt der HSG-Coach ein, schließlich trug der flexibel einsetzbare Rechtshänder in der Vorsaison mit seinen 98 Treffern nicht unwesentlich zum Aufstieg bei.

Unabhängig vom möglichen Weggang des drittbesten Hanauer Torschützen dürfte der Kader der HSG in der kommenden Saison allerdings breiter aufgestellt sein: Der Rest der Aufstiegsmannschaft bleibt sicher an Bord, dazu sollen die Talente Henrik Naß, Benjamin Horn, Rico Ruess und Til Bachmann integriert werden und Kreisläufer Henrik Graichen zusätzlich zu seinen Einsätzen in der 3. Liga bei Wess Spielpraxis sammeln.

Zu den Jungspunden gesellt sich in der kommenden Saison auch Andreas Neumann, der dem Oberliga-Team mit seiner Erfahrung weiterhelfen soll, sowie Janik Kegelmann, der nach einer längeren Verletzungspause wieder angreift. Vom künftigen Oberliga-Rivalen aus Babenhausen wechselt zudem Markus Kirchherr zur HSG, der die Hanauer im rechten Rückraum verstärken soll. „Er ist ein guter, spielerisch starker Linkshänder, der sehr gut in unser Team passt“, freut sich Wess über den Neuzugang. Der Kontakt zu ihm kam über Lucas Eisenhuth zustande, der früher in Hanau spielte und später mit Kirchherr in Babenhausen auflief.

Der 28-Jährige, der vor seiner Zeit in Babenhausen unter anderem eine Saison bei der HSG Maintal spielte, will sich in seiner neuen Mannschaft schnellstmöglich integrieren und ein erfolgreiches nächstes Kapitel in seiner Spielerlaufbahn aufschlagen. „Ich hoffe, dass ich hier in Hanau meine Erfahrung einbringen und dem Team einen Mehrwert liefern kann“, so Kirchherr zu seinen Ambitionen bei der HSG.

Mit dem Linkshänder ist der Kader der Hanauer beinahe komplett, einzig ein Distanzschütze für den linken Rückraum steht noch auf dem Wunschzettel der Hanauer – schließlich würde dieser das bisher auf Schnelligkeit und eine spielerisch starke Offensive ausgelegte Spiel der HSG um eine zusätzliche Waffe erweitern. „Wir beobachten da den Markt, aber“, betonte Wess, „so ein Neuzugang muss auch ins Team passen.“

Wo der HSG-Coach mit seiner Mannschaft hin will, weiß Wess bereits lange vor dem Start in die Oberliga, in der auf die Hanauer Duelle mit den Lokalrivalen aus Bruchköbel und Offenbach-Bürgel zukommen. „Wir haben die Ambition, in der Oberliga eine gute Rolle zu spielen“, zeigt sich Wess selbstbewusst, mindestens den Klassenerhalt hat auch die Sportliche Leitung der Hanauer als Ziel vorgegeben.

Um dieses zu erreichen, steht dem Aufsteiger jede Menge Arbeit ins Haus. „Wir sind spielstark und unsere Kondition ist gut“, zählt Wess einige Beispiele auf, „aber die Athletik fehlt uns noch ein bisschen und bei der Sprungkraft müssen wir auch nachbessern.“ Ähnlich wie bei der ersten Mannschaft setzen die Hanauer auch beim Oberliga-Aufsteiger auf eine umfassende Leistungsdiagnostik, um die Stärken und Schwächen ihrer Spieler noch genauer einschätzen zu können. In taktischer Hinsicht will die HSG ebenfalls nachrüsten, Wess schwebt dabei eine noch kompromisslosere Deckungsarbeit vor sowie einige eher unorthodoxe, offensivere Abwehrvarianten. „Wir werden in der Oberliga ein bisschen herumtaktieren“, verspricht der Aufstiegstrainer die eine oder andere Überraschung. Während die Auswirkungen der Corona-Pandemie die Saisonvorbereitung der Hanauer nicht allzu sehr beeinflussen – „durch das Hygienekonzept trainieren wir momentan zwar nur draußen und in Kleingruppen, aber das ist kein größeres Problem“ – sähe Wess bei einem Thema gerne eine baldige Entscheidung.

„Es ist im Gespräch, den Gebrauch von Harz auch in der hessischen Oberliga zuzulassen“, so der HSG-Coach, bisher mussten die Oberligisten ohne das Haftmittel auskommen. Da A-Jugend und erste Mannschaft der HSG mit Harz spielen, hofft Wess, dass auch sein Team bereits in der kommenden Saison auf das Haftmittel zurückgreifen kann, was es viel einfacher machen würde, diese drei Teams miteinander zu verzahnen.

VON ROBERT GIESE



Derby schon am dritten Spieltag

Aufsteiger HSG Hanau II startet mit einem Heimspiel gegen die Bundesliga-Reserve MT Melsungen II am Wochenende des 12./13. September in das Unterfangen Handball-Oberliga. Allerdings nur, wenn die neue Saison tatsächlich im September startet und nicht ein anderes Modell des Hessischen Handball-Verbands mit späterem Saisonstart greift. Der vorläufige Spielplan, der unter Vorbehalt veröffentlicht wurde, weist das Derby zwischen der HSG Hanau II und der SG Bruchköbel am dritten Spieltag (Wochenende des 26./27. September) in Hanau aus. Das zweite Derby gegen die TSG Offenbach-Bürgel soll kurz vor Weihnachten am Wochenende des 19./20. Dezember stattfinden. mei
Quelle: Hanauer Anzeiger vom 25.06.2020
Artikel übernommen von Andreas am 25.06.2020
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