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Am kommenden Wochenende beginnt für Handball-Drittligist HSG Hanau die Rückrunde in der 3. Liga Süd-West. In der Winterpause der Jubiläumssaison der Brüder-Grimm-Städter haben wir mit HSG-Geschäftsführer Hannes Geist gesprochen.
Im Interview blickt er auf die neuen Vermarktungsansätze der HSG Hanau, zieht ein Resümee zur neuen Partner-Kampagne und wirft einen Blick in die Zukunft.
Hallo Hannes, vielen Dank für dieses Interview. Wie hast Du die Winterpause, abseits vom Handball, für Dich nutzen können?
Hannes Geist: „Natürlich versucht man, neben der Zeit mit der Familie, einfach mal ein bisschen abzuschalten vom Handballsport, zur Ruhe zu kommen und sich zu reflektieren – im jetzt vergangenen Jahr war rund um die HSG Hanau wieder viel los.“
Die Saison 2025/26 ist ein besonderes Jahr für die HSG Hanau. Es ist die Jubiläumssaison, das zehnte Jahr in Folge in der 3. Liga. Einige Spielzeiten davon hast du selbst als Trainer aktiv mitgeprägt: Was hat die HSG im letzten Jahrzehnt so erfolgreich gemacht?
Geist: „Für uns als HSG ist es extrem besonders, zehn Jahre in Folge in der 3. Liga zu spielen. Am Ende des Tages sind wir nun mal ein Verein, der gerade erst 16 Jahre alt ist und das macht auch unseren konsequenten Hanauer Weg so besonders, denn mit dieser Konstanz und sportlichen Eigengewächsen haben wir es geschafft, gemeinsam erfolgreich zu sein. Über Jahre hinweg haben wir diesen Weg immer weiter gefestigt und immer wieder neue Spieler eingebaut, die das Ganze auch mitgeprägt haben. Als HSG danken wir allen, die in den letzten 16 Jahren hart dafür gearbeitet haben, dass wir als Verein so erfolgreich sein konnten. Diese DNA wollen wir auch in Zukunft, mit jungen Spielern, auf die Platte bringen und uns weiterentwickeln.“
In diesem Sommer hast Du deine Trainertätigkeit für das Drittliga-Team beendet, um dich voll auf die Rolle des Geschäftsführers der Handball GmbH zu konzentrieren. Mit nun wesentlich mehr Zeit: Welche Dinge hast Du seitdem anpacken können und welche Ziele setzt Du dir persönlich?
Geist: „Vor allem konnten wir Dinge, die wir bereits im Vorfeld angestoßen haben, im letzten halben Jahr noch intensiver betreuen. Ich denke dabei an die erfolgreiche Umsetzung des Jubiläumstrikot sowie der engere Austausch mit unseren Partnern, den Fans und den Zuschauern. Ich denke, dass wir momentan gerade die richtigen Schritte machen. Wir wollen die HSG Hanau weiterentwickeln, stabilisieren und ein Fundament aufbauen, welches den Verein auch nachhaltig erfolgreich machen soll. Mit unserem Credo, der HSG DNA, unseren handballerischen Eigengewächsen und der Identifikation für die Sportstadt Hanau wollen wir zu einer Leuchtturmsportart in der Brüder-Grimm-Stadt werden. Dafür möchte ich als Geschäftsführer alles geben, um die HSG auch langfristig erfolgreich zu machen.“
Rund um die HSG Hanau und das Drittliga-Team ist in dieser Saison wieder viel passiert. Blicken wir doch zunächst einmal auf die neue Sponsoring-Kampagne „WIR & IHR – GEMEINSAM!“. Was hatte es damit auf sich und wie wurde dieses interessante Konzept bei den HSG-Partnern aufgenommen?
Geist: „Es ist natürlich so, dass es in der aktuellen Zeit sehr schwierig ist, ein Hauptsponsoring zu realisieren. Seit dem Ausstieg von Volkswagen Automobile Frankfurt ist uns das nicht mehr gelungen, uns mit einem langfristigen und nachhaltigen Partner in diesem Bereich aufzustellen. Daher haben wir uns in der Vorbereitung auf die laufende Saison überlegt, wie wir diese Fläche vermarktet bekommen und damit einen Betrag generieren, der einem Hauptsponsoring – als wichtiger Bestandteil unserer Planung – ähnlich ist.
Dementsprechend wurde die Idee von ‚WIR & IHR – Gemeinsam!‘ geboren, also unsere Trikotbrust an 15 Heimspieltagen als Einzelfläche an 15 Partner zu vermarkten und über die ganze Saison ein Kampagnenlogo mit allen Partnern der Kampagne auf dem Trikot zu tragen. Somit hat jeder Partner ein Heimspiel, an dem er sich – mit unserer Unterstützung – bestmöglich präsentieren kann.
Das Konzept wurde sehr positiv aufgenommen, und wir konnten für alle 15 Partien einen Partner gewinnen. Besonders freut uns, dass neben unseren bestehenden Partnern, die uns seit vielen Jahren treu die Fahne halten, auch zahlreiche neue Unternehmen den Einstieg bei der HSG Hanau gefunden haben und uns nun über die Saison hinweg kennenlernen, unterstützen und auf unserem Weg begleiten können.“
Aber nicht nur die Kampagne ist neu, sondern auch die Eventisierung der Heimspielabende der HSG Hanau in der Main-Kinzig-Halle. Hier investiert ihr viel Marketing und Zeit. Was ist deine Vision von einem erlebnisorientierten Spieltag?
Geist: „Neben der Eventisierung kommen uns bei den Heimspielen auch die 15 Hauptsponsoren des Spieltages zugute, die uns mit unterschiedlichsten Aktionen unterstützen. Das zeigt klar, dass es immer wichtiger wird, dem Fan – neben Bratwurst, Sitzplatz und Handball – ein Erlebnis zu bieten. Das heißt eine Halbzeitshow, Aktivitäten im Foyer der Main-Kinzig-Halle und natürlich auch spannende Heimspiele, mit einer Mannschaft, die Haltung zeigt und für ein Spielsystem steht. Dabei versuchen wir natürlich auch neue Leute in die Halle zu bringen, die vorher nicht eine Berührung mit uns hatten.
Die zunehmende Digitalisierung und die Einflussnahme der digitalen Endgeräte im täglichen Leben spielt uns dabei in die Karten, da es immer wichtiger wird, einen Gegenpol zu schaffen, Emotionen zu transportieren und Live-Sport erlebbar zu machen. Wir wollen auch in Zukunft für die Stadt Hanau ein Aushängeschild sein und für Menschen und die Stadtgesellschaft ein Gefühl der Zugehörigkeit schaffen. Man soll sich bei uns willkommen fühlen und Abwechslung geboten bekommen, das gilt auch für unsere kleinsten Fans, denen wir so die Möglichkeit geben, ganz nah dran an ihren Idolen zu sein.
Die maximale Vision ist natürlich, dass jeder an Samstagabenden oder an Freitagen bei den Heimspielen der HSG mit dabei sein will, die Partien nicht verpassen möchte und es in Fleisch und Blut übergeht, dass am Wochenende die HSG Hanau spielt, egal in welcher Liga auch immer. Wir möchten ein Leuchtturm der Brüder-Grimm-Stadt sein.“
Für Partner auch interessant: Die Glaabsbräu Stubb, die Networking-Location mit besonderem Ambiente an Spieltagen in der Main-Kinzig-Halle. Auch in dieser Saison habt ihr diese Räumlichkeiten weiter ausgebaut. Ist die Glaabsbräu Stubb der perfekte Ort, um nach oder vor einem Handballspiel in den Dialog zu treten?
Geist: „Wir wollen unseren Partnern die Möglichkeit geben, sich einfacher zu vernetzen, sich kennenzulernen und bei uns ein Ambiente vorzufinden, in dem man sich auch in Ruhe austauschen kann. Das hochemotionale Umfeld des Sports ist dafür eine extrem gute Sache, denn bei uns hat man ein gemeinsames Erlebnis und kann bei einem kühlen Getränk im Nachgang – in unserer Glaabsbräu Stubb – dazu direkt in den Dialog treten. Dass man dabei ganz nah dran ist an unseren Spielern und Verantwortlichen, macht diesen Abend erst recht besonders.“
Die neuen Konzepte und Vermarktungsansätze scheinen auch dem Publikum zu gefallen. Der Zuschauerschnitt ist im Vergleich zur letzten Spielzeit deutlich gewachsen. Ist das ein Signal, dass eure Ideen aufgehen?
Geist: „Ich denke, dass wir im Zusammenspiel zwischen Marketing, Pressearbeit und Social Media momentan viele richtige Schritte unternehmen, um diese Emotionen und die großartige Sportart Handball nach außen zu tragen. Was dabei bei unserem Publikum ankommt, ist, dass sowohl die Mannschaft als auch alle anderen handelnden Personen bei der HSG mit unglaublich viel Leidenschaft und Herzblut agieren. Diese Funken der Identifikation, welche unser Team Woche für Woche in der 3. Liga entfacht, sorgen dafür, dass ein kleines Lagerfeuer entstehen kann, an dem viele Leute mit dabei sein und die Geschichte der HSG miterleben wollen.“
Auch in die Social Media Kanäle investiert das Marketing-Team viel Zeit. Die Accounts der HSG Hanau wachsen stetig und zeigen regelmäßig Eindrücke aus dem Training und vom Spieltag. Sind diese Tools wichtig, um gerade junges Publikum für den Besuch eines Heimspielabends zu begeistern?
Geist: „Marketing und Social Media gehören in der heutigen Zeit einfach dazu. Dort machen wir seit einigen Jahren bereits gute Arbeit. Zur neuen Saison ist unser Team in diesem Bereich noch einmal gewachsen und wir versuchen nun noch besser darin zu werden, jungen Leuten den Handball näher zu bringen, sie für die Sportart zu begeistern und bei ihnen das Begehren zu wecken, sich ein Spiel der HSG Hanau live in der Main-Kinzig-Halle anzusehen. Es ist extrem wichtig, dass unser breites Publikum weiterwächst und wir die Emotionen aus der Halle transportieren – sei es etwa durch sehenswerte Kurzvideos auf Instagram, Bildergalerien von unseren Heimspielen auf Facebook oder der Dialog mit unseren Partnern auf LinkedIn. Ob jung oder alt, unsere Follower-Anzahl soll weiter wachsen. Wir möchten immer mehr Menschen dafür begeistern, Handball live zu erleben – idealerweise bei der HSG Hanau.“
Welches Potential siehst du weiterhin für den Handball-Standort Hanau?
Geist: „Das Potenzial ist auf allen Ebenen wirklich riesig. Auch wenn der Zensus etwas anderes sagt, haben wir laut Einwohnermeldeamt eine Großstadt vor der Tür und damit auch eine breite Basis an Unternehmen, die wir für unsere Sachen gewinnen wollen. Hanau hat zudem den Vorteil, dass es im Rhein-Main-Gebiet liegt, mit einer direkten Verbindung nach Frankfurt und Offenbach. Zudem haben wir vor Ort keinen hochklassigen Fußballsport, sodass sich hier ein sehr guter Handballstandort entwickeln lässt. Dafür bekommen wir bereits sehr viel Unterstützung, sei es von der Stadt Hanau als auch von den hiesigen Unternehmen. Wir wollen in den nächsten Jahren bekannter werden und für dieses Ziel unsere ganze Kraft einsetzen. Immer mehr Leute sollen davon wissen, dass es in Hanau zum einen spannenden Handball zu sehen gibt und zum anderen die HSG erfolgreich in der 3. Liga spielt.“
Kurz zum Sportlichen: Mit 20:10 Punkten hat Hanau die Saison auf dem fünften Tabellenrang der Staffel Süd-West beendet. Wie zufrieden bist Du, nach der Verpflichtung des neuen Trainer-Trios um Chefcoach Axel Spandau im Sommer, mit der nun beendeten Hinrunde?
Geist: „Ich denke, dass wir mit der bisherigen Saison zufrieden sein können. Wir haben zum Abschluss der Hinrunde eine vernünftige Platzierung und nach den anfänglichen Schwierigkeiten eine solide Punkteausbeute. Das Trainerteam und die Mannschaft finden immer besser zueinander. Das hat man gerade in der letzten Phase der Hinrunde eindrucksvoll gesehen, als die Konzepte und Ideen von Axel immer besser gefruchtet und gegriffen haben. Nichtsdestotrotz muss man auch sagen, dass wir einige Punkte haben liegen lassen, die uns nun an einer besseren Platzierung hindern. Jetzt gilt es daran zu arbeiten, dass uns genau das zum Start der Rückrunde am 18. Januar nicht passiert, damit wir uns noch den ein oder anderen Platz nach vorne arbeiten können.
Wir wollen uns weiterentwickeln, nicht nur als Mannschaft, sondern auch als Verein. Daher ist es wichtig, dass die Mannschaft weiterhin eine emotionale Leistung zeigt und Haltung beweist, sodass sich unsere Fans, Zuschauer und der Blaue Block damit identifizieren können. Mit den Bergischen Panthern haben wir zum Rückrundenstart noch eine Rechnung offen und wollen dann gut vorbereitet sein, um am 24. Januar gegen die Dragons den Start in das neue Jahr mit einem Heimsieg zu vergolden.“
Zeit für einen Blick voraus: Worauf können sich HSG-Fans im neuen Handballjahr freuen?
Geist: „Auf jeden Fall auf eine Mannschaft, die sich bei allen Spielen für den Blauen Block zerreißen und um jeden Punkt kämpfen wird. Als HSG werden wir uns natürlich auch abseits des Spielfelds weiterentwickeln und weiterhin gezielt in Angebote für unser breites Publikum sowie für unsere Fans und Partner investieren. Dazu werden wir uns jetzt aber noch nicht in die Karten blicken lassen, denn wir haben noch genug Hausaufgaben, die wir erst einmal abarbeiten müssen. Dennoch möchten wir das eine oder andere Format neu reinbringen und so dafür sorgen, dass die breite Masse von uns erfährt.“
Was wünschst Du der HSG Hanau für 2026?
Geist: „In erster Linie wünsche ich allen, unseren Partnern, den ehrenamtlichen Helfern, den Fans, den Spielern, Trainern und Betreuern ganz viel Gesundheit, denn das ist das Wichtigste. Außerdem wünsche ich uns viele spannende Spiele, die wir gemeinsam mit unserem Publikum erfolgreich bestreiten möchten. Wir wollen auf und neben dem Feld die nächsten Schritte machen, damit wir auch in den kommenden Jahren noch sehr viel Spaß an der HSG Hanau und unserer großartigen Sportart haben.“
Vielen Dank für das Gespräch!














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