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Abschied mit Dankbarkeit: HSG verabschiedet Trainer- und Funktionsteam
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Samstag, 05.04.2025 - 1421 Klicks
Abschied mit Dankbarkeit: HSG verabschiedet Trainer- und Funktionsteam
Trainergespann Geist und Lücke sowie Physiotherapeutin Oefner hören im Sommer auf

Im Trainer- und Betreuerteam von Handball-Drittligist HSG Hanau stehen im Sommer wegweisende Veränderungen an. Zum Saisonende verabschieden die Blau-Weißen voller Dankbarkeit das Trainerduo Hannes Geist/Oliver Lücke. Außerdem wird Physiotherapeutin Ann-Cathrin Oefner das Team verlassen. Geist konzentriert sich ab 1. Juli 2025 vollumfänglich auf seine Rolle als HSG-Geschäftsführer. Lücke unterstützt weiterhin die HSG-Jugendarbeit. Alle drei Akteure hatten als wichtige Teilstücke des „Teams hinter dem Team“ die Geschicke der Spielgemeinschaft aus Kesselstadt und Steinheim in den letzten Jahren nachhaltig geprägt. Die Nachfolger für die Position des Trainergespanns im HSG-Drittligateam stehen bereits fest und werden zeitnah bekannt gegeben.

„Hannes und Oliver haben die HSG in den letzten vier Jahren gemeinsam deutlich nach vorne entwickelt“, sagt Reiner Kegelmann, der sportliche Leiter der HSG Hanau. „Allerdings mussten wir auch feststellen, dass die Anforderungen immer größer werden. Daher haben wir als Verein die strategische Entscheidung getroffen, dass wir die Trainer- und Geschäftsführerrolle wieder trennen wollen.“

Hannes Geist, Geschäftsführer der HSG Hanau, fügt hinzu: „Mir wird so die Möglichkeit gegeben, mich mehr auf die Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen für den professionellen Handballsport in Hanau zu konzentrieren. Dass Oli im Sommer kürzertreten möchte ist sehr schade. Er hat sich in den letzten Jahren immer in den Dienst des Vereins gestellt.“

Als Trainerteam Aufstiegsrunden, DHB-Pokal-Teilnahme und Meisterschaft gefeiert

Seit 2018 war Lücke bei der HSG Hanau mit an Bord, zunächst als Co-Trainer des damaligen Übungsleiters Patrick Beer. Dabei lag sein alltäglicher Fokus von Beginn an auf der sportlichen Verzahnung des Jugend- und Erwachsenenbereiches bei der HSG Hanau. Hier konnte der heute 50-Jährige schnell Erfolge vorweisen: So stieg die Quote der Eigengewächse im Drittligakader in den letzten Jahren kontinuierlich an.

„Hannes und Oli haben in den letzten Jahren enorm viel bewegt, die Spieler individuell auf ihr nächstes Level gehoben und dabei kontinuierlich weiterentwickelt“, meint Kegelmann. Nach dem vorzeitigen Vertragsende von HSG-Trainer Olli Schulz übernahm Lücke zwischenzeitlich für ein Jahr selbst den Cheftrainer-Posten, tauschte aus beruflichen Gründen im Winter 2021 dann aber mit seinem damaligen Co-Coach Hannes Geist, der als Kreisläufer selbst seit 2016 für die HSG gespielt hatte, die Rollen.

Unter der Regie von Geist und Lücke erlebte das Drittligateam der HSG Hanau eine überaus erfolgreiche Zeit: Davon zeugen mehrmalige Teilnahmen an den Aufstiegsrunden zur 2. Bundesliga, der Auftritt in der 1. Runde des DHB-Pokals im Jahr 2023 und natürlich die Südwestdeutsche Meisterschaft in der 3. Liga in der Saison 2022/23.

„Im HSG-Drittligateam aufzuhören fällt mir natürlich schwer“

Zusammen entwickelte das Trainerteam ein Konzept, dass die Durchlässigkeit von HSG-Jugendspielern extrem erhöhte. Beim Verein ausgebildete Spieler wie Tarek Marschall (heute Nordhorn-Lingen), Can Adanir (heute TuS Ferndorf) und Cedric Schiefer (Leistungsträger im HSG-Drittligateam) sind dafür die besten Beispiele. Da wiegt es umso höher, dass Lücke dem Verein als Fördercoach den HSG-Jugendmannschaften erhalten bleibt und auch beim Mentoring von jungen Nachwuchstrainern unterstützen wird.

„Im HSG-Drittligateam aufzuhören fällt mir natürlich schwer“, erklärt Oliver Lücke. „Aber die ständige Pendelei zwischen Griesheim und Hanau und die vielen Stunden, die ich im Auto verbringe, sind für mich momentan leider nicht mehr darstellbar. Die Zeit als Co-Trainer wird mir aber immer in guter Erinnerung bleiben. Hier sind Freundschaften entstanden und auch die gemeinsame Arbeit mit Hannes und der Mannschaft habe ich immer sehr geschätzt. Ich denke, dass wir gerade im Bereich der Jugendarbeit und der Entwicklung von jungen Spielern hier in den vergangenen Jahren etwas aufgebaut haben, von dem der Verein auch in Zukunft profitieren kann. Ich freue mich darauf, auch in Zukunft daran teilzuhaben.“

„Oli hat mich jahrelang extrem gut im Hintergrund unterstützt und war stets mit Rat und Tat zur Stelle“, erklärt Geist. „Wir möchten ihn auch unbedingt weiterhin im Verein behalten und sind bereits mit ihm in Gesprächen, um die bestmögliche Lösung zu finden. Ich möchte ihm an dieser Stelle ein großes Dankeschön für sein Engagement in den vergangenen Jahren aussprechen. Ich denke, seine Handschrift ist klar erkennbar.“

Auch auf der Position der Physiotherapeutin im Staff des Drittligakaders wird es im Sommer eine Veränderung geben. Ann-Cathrin Oefner scheidet auf eigenen Wunsch aus dem Drittligabetrieb aus. „Für uns als HSG Hanau ist es ein Verlust, dass sich Ann-Cathrin aus dem operativen Geschäft des Drittligateams zurückziehen will“, so Kegelmann. „Wir hoffen aber, dass sie uns im Verein erhalten bleibt, auch hier sind wir derzeit in Gesprächen.“

„Bleibe immer ein Teil der HSG-Familie!“

„Diese Entscheidung ist mir auf keinen Fall leicht gefallen, denn die HSG Hanau, die Mannschaft und das Trainerteam liegen mir wirklich sehr am Herzen“, sagt Ann-Cathrin Oefner. „Die gemeinsame Zusammenarbeit und auch die erlebten Erfolge sind tolle Erinnerung, die immer in meinem Herzen bleiben werden. Die Arbeit als Sportphysiotherapeutin ist intensiv und zeitaufwendig, aber es gibt einem auch sehr viel Positives zurück, denn wenn Spieler nach einer Verletzung wieder auf der Platte stehen und ihre Tore werfen, dann ist das das schönste Gefühl überhaupt. Ich werde die Zeit bis zum letzten Spiel genießen und bleibe immer ein Teil der HSG-Familie!"

Ann-Cathrin Oefner ist bereits seit über 12 Jahren rund um die HSG Hanau als Physiotherapeutin tätig. Die sympathische 35-Jährige Steinheimerin war dabei in den vergangenen Jahren auch ein wichtiger Teil des Drittligateams. Mit ihrem Know-how betreute sie Bergold, Ritter & Co. in allen Belangen der Rehabilitation nach Sportverletzungen und sorgte präventiv durch Beweglichkeits- und Mobilitätstraining für positive Effekte.

„Wir sind Ann-Cathrin sehr dankbar, dass sie diesen fordernden Weg in der 3. Liga in den letzten Jahren mit uns mitgegangen ist“, sagt Kegelmann. „Ihr positiver Umgang mit der Mannschaft und ihre physiotherapeutische Begleitung in schwierigen Zeiten nach Verletzungen – immer mit dem Ziel das Bestmögliche herauszuholen – waren wirklich herausragend.“

Physiotherapeutin Jana-Lea Ritter ab Sommer im HSG-Betreuerteam

Mit dem Vertragsende von Oefner kann die HSG Hanau allerdings auch direkt eine Nachfolgerin für den Posten der Physiotherapeutin im Drittligateam präsentieren: Jana-Lea Ritter, die in der laufenden Saison bereits das A-Jugendteam der HSG in dieser Funktion unterstützt, wird ab dem Sommer auch bei den Drittligaspielen für die Grimmstädter an der Seitenlinie Platz nehmen. 

Artikel geschrieben von Lucas Mertsching am 05.04.2025
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